Mittwoch, 15. April 2015

Der Audi und das liebe Licht...

da habe ich mir mal was gegönnt, der letzte Einkaufsbummel endete beim freundlichen Audi-Händler, ein schicker Kombi sollte es sein. Kaufen... das ist ja bekanntlich nie ein Problem, aber wenn da mal was dran ist...

Also alles mit Garantie und so, ist ja auch  noch recht jung der Wagen und auch gerade erst eingefahren. Im ersten Jahr ist eigentlich auch nicht viel passiert, die Drosselklappen mussten erneuert werden, macht nix, Garantie :-)

Dann, die Garantie ist gerade abgelaufen meldet sich das Display, Standlicht defekt. Das wird mit einem so schrillen Ton gemeldet, man neigt dazu irgendwas langes und spitzes ins Armaturenbrett zu rammen. Bei jedem Startvorgang versteht sich. Nun, Standlichtbirnchen, haha, mach ich selbst. Also einmal Haube auf... reingeguckt, kein Scheinwerfer zu sehen. ???
Von aussen geguckt, Scheinwerfer zu sehen. Was'n das fürn Scheiß denk ich, jetzt haben die Deppen doch ausversehen den Motor vor die Scheinwerfer gebaut. Studierte halt... denk ich so, die haben in ihrer Jugend wohl nie ein Birnchen tauschen müssen, sind ja entweder mit der Tram zur Uni oder mit Pappis geschenktem der natürlich auch die Werkstattbesuche noch bezahlt hat.

Ich fahre also zum freundlichen und will mal fragen ob die das eben machen können, da gibt es bestimmt einen Trick...

Meister Röhrig schaut mich mitleidig an, nuschelt etwas und ich so:  was? wie war das? Genau, ca. 130 Euro würde das kosten, ich muss den Wagen aber den ganzen Tag da lassen...

Nun, ich bin Handwerker, das bekommt man doch bestimmt auch selbst etwas billiger hin oder...
Also ab zum Ersatzteil-Dealer, Standlichtbirnchen gekauft für schlappe 3 Euro vierzig, den halben Motor ausgebaut, Birnchen getauscht, zusammengebaut, fertig. Zeitaufwand ca. 2 Stunden.

gepflegte 6 Wochen später habe ich auf einmal wieder einen Defekt, diesmal ist das Abblendlicht nicht mehr bläulich weiß sondern "Hello Kitty" Rosa....   wie peinlich ist das denn. Also wieder zum freundlichen und mal nachgefragt was das sein kann....

Antwort von Meister Röhrig: kann der Brenner sein, kann aber auch das Vorschaltgerät sein, das beste ist wenn man gleich beides tauscht bei dem Aufwand... und Audi schreibt vor oder empfiehlt gleich beide Seiten zu machen...

Ich so, womit darf ich denn rechnen, also so ungefähr? Der Meister: also wenn es nur die Birnen sind liegen wir bei ca. 700 Euro. Je 240 Euro für die Brenner (Birnen), der Rest Montagearbeiten, schließlich muss die Stoßstange ab.

Leute, eins sag ich euch, die haben einfach nicht mehr alle Latten auf dem Zaun. Ein Markenbrenner habe ich letztendlich für 65 Euro gekauft, eine halbe Stunde Arbeit ist es das Teil zu tauschen, man muss halt nur wissen wie es geht ;-) Lasst euch von den Markenhändlern nicht hinters Licht führen, fragt einen Schrauber eures Vertrauens und ihr habt mal eben ganz schnell 500 Taler gespart, locker...


Montag, 16. September 2013

Tour de France 2013

Es gibt ja Dinge, die muss man einfach mal machen, zum Beispiel mit dem Motorrad nach Frankreich fahren :-)

Es ist schon komisch, aber es ist wirklich sehr, sehr lange her dass ich solche glücklichen Momente hatte wie in dieser Woche. Es war einfach eine perfekte Woche.

Nach 8 Stunden Fahrt mit den Maschinen auf dem Hänger sind wir gut in unserem Zielhotel "du Bois" in Les Houches angekommen. Wir haben das Zimmer bezogen und die Motorräder vom Hänger gerollt. Es war übrigens ein perfekter Hänger mit diesen Wippen, Moped drauf, rein in die Wippe und es steht. Für die Fahrt wird es natürlich verzurrt, aber das laden / entladen geht wirklich einfach von der Hand.
Nach ein paar Bier haben wir uns schlafen gelegt, eingeschlummert, durchgeschlafen und am Tag 1 unserer Tour war ich einfach ausgeschlafen und fit, der perfekte Anfang.

Tag 1.

Schon nach wenigen Metern hinter Les Houches ging es auf eine Schnellstraße, richtig toll kurvig so dass wir mit ordentlich schmackes die Reifen bis auf die Kante schön warm fahren konnten. Kurz nach diesem schnellen Stück ging es dann in die Berge, hoch hinauf auf einige hunderte Meter.

Der erste Anlaufpunkt am ersten Tag war der Lac de Roselend, 1968 Meter weit oben. Dort haben wir auch die erste Pause eingelegt und die tolle Aussicht auf die Berge und den See genossen.
Bei Bourg-Saint-Maurice haben wir einen kleinen Abstecher gemacht, es ging ein paar Serpentinen hinauf in Richtung St. Bernhard, und dann einfach wieder runter. Viele schöne Kurven bei perfektem Asphalt, so was sollte jeder vor seiner Haustüre haben :-)

Hinter Val-d'Isère ging es dann hoch, den Col de L'Iseran, gepflegte 2770 Meter. Es ist schon krass da oben, tolle Aussicht, tolle Luft. Wie jeder Tourie haben auch wir uns vor die "Meilensteine" gestellt, das gehört einfach dazu. Es ist gar nicht so einfach da ein Foto zu machen, gut das die Japaner nicht hier sind ;-)

Der zweite Abstecher ging zum Lac du Mont Cenis, eine wirkliche Empfehlung! Ein einfach geiler See, super Aussicht, Erholung pur, muss man einfach mitnehmen wenn man mal in der Nähe ist.

Den Abschluss des Tages bildete der Col du Telegraphe, mit 1566 Metern nicht ganz so hoch, aber fahrerisch toll und landschaftlich schön. Es ist auch einer dieser Tour de France etappen und man staunt nicht schlecht welche Steigungen die Radfahrer da so auf sich nehmen, mein lieber Scholli, aber ohne Doping würde ich da auch nicht raufradeln...
Oben am Col du Telegraph war die Landschaft noch mit vielen Tieren aus Stroh gebunden verschönert. Den Hintergrund kenne ich nicht, es sah aber schon toll aus muss ich so sagen, besser als die Strohballen hierzulande...



Der erste Tag endete also mit zwei extra Abstechern am späten Nachmittag in Valoire im Hotel Christiania, dort bekamen wir ein tolles Zimmer und nebenan eine Pizza. Noch ein paar Bierchen und der Tag war gegessen. Das Wetter hat voll mitgespielt, besser hätte es nicht kommen können.

Tag 2.

Der Wecker ging um halb acht, spätestens um neun wollten wir wieder weiter. Der zweite Tag begann mit dem Col du Galibier der seinen höchsten Punkt bei 2642 Metern hat. Immer mal wieder haben wir Pausen eingelegt, wir waren ja auf einer Tour, nicht auf einem Rennen. In der Sonne sitzen, Café Noir oder Apfelschorle genießen, das war es, die völlige Entspannung.

Kurz nach einem Besuch in einer der Schutzhütten Napoleons auf dem Col du Izuard (2360 m) sind wir quasi geblitzt worden.... da saß einer im Dreck und hat uns einfach mal so fotografiert. Es hat sich herausgestellt dass es ein Profi ist und er seine Bilder per Internet zum Verkauf anbietet. Geil sag ich da, so gibt es jetzt ein wirklich tolles Fahrerfoto von mir und meiner Roten.
Der Absolute "Höhepunkt" der Tour war dann der Col du Bonette, mit 2802 Metern der höchste befahrbare Pass in der Gegend. Eine skurrile Landschaft tut sich auf, man kann es eigentlich kaum beschreiben, man muss es selbst gesehen haben.
Auch die Fotos vermitteln nicht ganz das was man vor Ort erlebt. Einfach nur noch geil. Nach der Abfahrt vom le Bonette sind wir dann in einem kleinen Feinschmeckerrestaurant gelandet, einen leckeren Salat mit Ente hat es gegeben, wunderbar!

Wenn man dann so durch die Gegend schaut und weit und breit ist nicht ein bisschen Zivilisation zu sehen dann ist das irgendwie schon komisch, vielleicht weil ich immer in Ballungsgebieten gelebt habe. Hier ist schlicht weg nichts, aber auch gar nichts. Aber: Damit die Schneehasen nicht meckern....   Handyempfang hat man eigentlich überall... auch ein bisschen komisch.

Am Nachmittag hatten wir dann zunächst noch ein problemchen mit der Hotelsuche, wir haben dann aber doch noch ein wunderbares Hotel in Roquebillière gefunden, mit Pool im Rosengarten und genau den haben wir nach einem tollen Ritt durch die Berge dann auch noch zum Relaxen genutzt. Nach einem leckeren Essen im Hôtel Saint-Sebastien ging es dann wie gewohnt zu Bett, Tag 3 stand ja quasi schon fast vor der Tür.

Tag 3.

Der Pool hatte leider noch geschlossen, und so wurde leider nichts aus der Idee, den Tag mit ein paar Schwimmübungen zu beginnen. Na gut, macht auch nichts, dann kommen wir eben doch früher als geplant auf den Bock und mehr Zeit für die eine oder andere Pause.

Die Fahrt ging dann über einen herrlichen Pass in Richtung Col de Turini, von dem hatten wir viel gehört und das ganze ließ sich auch bestens fahren. Die Nordrampe war gut, oben auf dem Turini war auch alles schön, aber die Südrampe, ja die ging bei mir gar nicht. Schlechte Straße, die Sonne "blizte" ständig durch die Bäume, das lag mir überhaupt nicht. Aber es war jetzt auch nicht so schlimm dass es mir die Laune verhagelt hätte, nein, solche Bedingungen gehören eben auch mal dazu.

Abgehakt, denn nach dem Col du Turini ist vor Monaco.... also auf geht es nach Menton, die erste Stadt die man erreicht wenn man aus dem Gebirge an die Côte d'Azur kommt. Dort haben wir uns natürlich erst mal bei gepflegten 30° eine kalte Cola gegönnt, und ein Espresso oder so. Direkt am Strand haben wir das Mittelmeer genossen, der Strand ist allerdings mit seinem groben Kies nichts für den Urlaub....

Nach der "inneren" Abkühlung ging es dann weiter nach Monaco, ich war ja schon gespannt auf den Flair der kleinen, reichen Stadt und ich muss sagen.... alles ganz normal. Wenn man da an einem ganz normalen Tag reinfährt, dann ist das auch nichts besonderes. Es ist schön direkt auf das Casino zuzufahren, aber ansonsten steht mal halt auch wie überall im Smog an den Ampeln und wartet darauf weiter zu fahren.

Ein kleines Schmankerl für mich war die Fahrt auf Teilen der Formel 1 Strecke, so sind wir die Haarnadelkurve am Grand Hotel mit anschließender Durchfahrt durch den Schwimmbadtunnel und Hafenbecken gefahren. Nur am Grand Hotel sind die Curbs dauerhaft zu sehen, der Rest ist wieder ganz normaler Verkehr. Aber witzig ist das schon irgendwie. Uns hat es als Biker aber dann doch nicht allzu lange in der Stadt gehalten, wir wollten ja eigentlich Motorrad fahren und nicht im Stau stehen oder in Lederklamotten durch die Gegend laufen.

Also rauf auf den Bock, es geht nach Nizza. Dort war erwartungsgemäß der Verkehr auch nicht besser, aber so habe ich wenigstens mal die Strandpromenade von Nizza gesehen, wenn man schon mal in der Nähe ist... Angehalten haben wir hier nicht, es war zu warm und wir wollten ja wieder in die Berge und Schluchten. Im Stau stehe ich ja jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit, das muss ich im Motorradurlaub dann nicht auch noch haben. Um de Chaos schnell zu entkommen haben wir uns für die "Route de Grenoble" entschieden, diese führt schnell und unspektakulär aus dem Süden raus.

Irgendwann ging es dann wieder auf der "Route des Alpes" in Richtung Westen, dann durch wirklich geniale Schluchten in Richtung Valberg. Am schönsten gefiel mir diese rote Schlucht, einfach mal ein Felsenbild was sich nicht grau in grau präsentiert, schön fürs Auge und passend zum Moped :-)



In Valberg haben wir uns dann kurz umgeschaut und uns dazu entschlossen hier ein Hotel zu nehmen. Das "Hôtel Le Blanche Neige" war für uns gut, wie immer haben wir auch dort ein Zweibettzimmer zum vernünftigen Preis bekommen. Nach dem Check in ging es in die "Les Terasse du Soleil" zum ersten "Panaché" des Tages, dazu gab es Crepès für den ersten kleinen Hunger. Am Abend gab es dann wieder einen leckeren Salat und Pizza, in einer weiteren Kneipe noch einen Absacker und dann ab in die Kiste.

Tag 4.

Es war auch wieder ein schöner Tag, am frühen Morgen lachte uns schon die Sonne an, so soll es sein. Auf dem Programm stand heute der Col de Cayole, aber leider war dieser wegen Bauarbeiten nur Mittags von 12.00 - 13.00 Uhr geöffnet was sich leider nicht mit unserem Fahrplan vereinbaren ließ. Also sind wir eben über den "Allos" gefahren. Das ist auch eine schöne Strecke, ich glaube fast es ist grad egal wo man hier herfährt, einfach immer toll! 

Zunächst ging es also über einen Col du Champs in Richtung Collmars, dann Richtung Allos. Eine wirkliche geniale Landschaft mit teils bizarren Aussehen. Sehr empfehlenswert!

Noch ein kurzes Stück vor Collmars kamen wir zur Rast an eiener Holzhütte, Espresso war mal wieder angesagt. Nur als Tipp: Die Hütte hat ein beheiztes Schlafzelt für bis zu 12 Personen....   wer mal abenteuerlich Übernachten möchte ;-)

Die Route brachte uns dann am Nachmittag nach Bourg d'Oisans wo wir das wohl witzigste Hotel für die Nacht gefunden haben. "De Milan" heißt der Laden und ich habe es genossen eine Unterkunft im 1940 oder so bekommen zu haben.
Es waren überall nur alte Dinge, Möbel, Uhren, alles alt. Ein Aufzug wie aus alten Hitchcock-Filmen, einfach nur abgefahren. Ich finde so was einfach klasse, es muss nicht alles neuester Standard sein damit man sich wohl fühlt. Daumen hoch, eine klare Empfehlung. Am Abend gab es noch ein leckeres Bierchen und Irgendwas mit Ente gegenüber beim Italiener....

Tag 5.

Der letzte Tag mit dem Mopped ist angebrochen, wenn alles gut geht werden wir heute problemlos wieder an unserem Starthotel ankommen. Der erste Anlaufort war Alpe d'Huez, ein bekannter Ski und Tour de France Ort. Hier gab es erst mal Frühstück in einem sehr schönen Indianerreservat, serviert von der Squaw des Hauses.

Weiter ging es nach Norden und wir kamen an den Lac de Grand Maison, ein Stausee mit einfach tollem Bild. Die Spiegelungen waren fantastisch und .... immer diese Ruhe. Oben am Col de Glandon haben wir dann eine weitere Pause eingelegt bevor wir weiter in Richtung "letzer Passvor der Ausfahrt" aufgebrochen sind. Der Col de la Madeleine stand noch auf dem Programm, das letze mal dass wir für eine gewisse Zeit die 2000 Meter erreichen werden.
Es ging weiter bis zur nächsten Rast in Notre-Dame-de-Bellecombe wo wir in einem netten Gasthaus unsere letzte Pause machten. Hier haben wir dann auch entschieden den verbleibenden letzten Tag welchen wir als Reserve eingeplant hatten nicht mehr zu nutzen.


Wahrscheinlich war unsere Kurvenlust einfach befriedigt, und wir waren beide der Meinung das uns eine Tour zum Genfer See oder so keine weiteren Eindrücke mehr vermitteln kann. 5 volle Tage ohne Regen, nicht ein blödes Tröpfchen, keine Panne, kein fieses Hotel oder so, keine Probleme....  wollten wir das aufs Spiel setzten?


NEIN!

So viel Glück hat man nicht alle Tage und so ließen wir es dann am Abend nach der Ankunft im Hotel du Bois auch gut sein. Den Abschluss haben wir mit einem Bier im Pool mit Blick auf den Mont Blanc eingeläutet bevor wir wieder völlig problemlos die Motorräder verladen haben und am Abend dann auch völlig zu recht ganz Müde ins Bett gefallen sind.

Die Rückfahrt war eigentlich auch wieder ganz entspannt. Leider, durch einen Freitag fast schon vorprogrammiert sind wir natürlich rund um Frankfurt in einen Stau gekommen, der hat uns dann auch mal locker 2 Stunden extra gekostet. Machte aber nix, wir waren voll mit Eindrücken unserer Tour und so ein Stau konnte uns nun wirklich nichts mehr anhaben.



Noch bin ich mir nicht ganz so sicher, aber ich glaube... es war nicht meine letzte Tour. Ich hoffe ich komme wieder einmal in den Genuss solche Tage zu erleben.

Das war sie dann, die Geschichte rund um meine Bilder der "Tour de France 2013"




Montag, 22. Oktober 2012

Bergisches Land und Bröltal

Da war er wieder, dieser wunderschöne Tag im Oktober welcher eigentlich nur zum Motorradfahren gut war. Keiner weit und breit der mitfährt, also mach ich halt eine kleine Routenbeschreibung für eine meiner schönsten Touren im Bergischen Land fertig, dachte ich mir so. Also rauf auf den Bock und los geht's.

Zunächst fahre ich von Langenfeld aus in Richtung Kürten,also mal so grob beschrieben, kurz durch Leichlingen und Hilgen, dann an der Markusmühle die ersten richtigen Kurven welche sich aber an diesem Morgen kalt und mit nassem Laub etwas rutschig präsentieren. Also ganz gemach durch den Wald, kein Risiko bei diesen noch frischen Temperaturen, ein paar Kurven kommen ja noch...

Kurz bevor ich Kürten erreiche mache ich das erste Bild, es zeigt die schöne Landschaft des Bergischen Landes mit einer typischen Straße abseits der dicken B506.

Die Route geht immer wieder durch kleine Ortschaften die noch nicht mal eine Ampel besitzen und so dem Fahrvergnügen keinen Abbruch tun.

Es geht auch immer wieder durch kleine Wäldchen die sich Mitte Oktober natürlich in ihren schönsten Herbstfarben präsentieren.

Die kleinen Straßen welche in dieser Tour immer mal wieder vorkommen sind teilweise etwas holperig, ein ordentliches Fahrwerk bügelt das aber gerade noch so weg.

Hat man Kürten verlassen geht es erstmal schön am Waldrand entlang auf der Wipperführter Strasse, da kann man es echt schön "laufen" lassen wenn ich das so mal sagen darf. Im Bereich der Jörgensmühle biegen wir dann rechts ab und wurschteln uns wieder mal durch einen kleinen Weg durch den Wald der auf der L284 endet. Und jetzt kann mann es wieder schön laufen lassen...
Es geht Richtung Frielingsdorf / Kaiserau von wo aus man auf einer wirklich tollen Straße bis nach Marienheide fährt. Von Marienheide geht es dann zum höchsten Punkt (habe ich mir mal sagen lassen) des Bergischen Landes, nach Dannenberg / Unnenberg. Hier sind wir bei über 500 Metern, ok, nichts gegen die anderen Gebirge die Deutschland so zu bieten hat, aber immerhin geht es nicht nur geradeaus.

Von hier oben aus geht es jetzt vorbei an der Aggertalsperre in die grobe Richtung Bröltal. Wer will kann direkt an der Aggertalsperre eine Pause an der Fritten-Ranch einlegen, es gibt aber bestimmt besseres, empfohlen sind einfach die Landgasthöfe im Bergischen. Ich wurde bis jetzt in jedem auch in Lederklamotten freundlich begrüßt und daher verzichte ich hier an der Stelle darauf ein oder zwei hervorzuheben.

Ok, auf dem Weg ins Bröltal hat man dann noch einmal die Chance mal eben in Rom vorbeizuschauen. Wer also am nächsten Treff gerne erzählen möchte das er direkt aus Rom kommt, der sollte hier mal eben abbiegen und anschließend wieder auf die alte Route zurückkehren.
Es geht also wie auf dem Schild zu sehen nach Waldbröl. In Waldbröl selbst machen wir einen kleinen Umweg um an einer bekannten Bikergaststätte halt zu machen.

Ich rede hier vom Gasthaus "Zur Klus" in dem sich zu fast jeder Jahreszeit die Biker treffen.
Bislang hatte ich nur gute Erfahrungen dort gemacht, bei meinem heutigen Besuch war die Gaststätte geschlossen, wahrscheinlich weil a) Freitag Mittag und b) Mitte Oktober.

Es ist aber dann auch nicht wirklich schlimm wenn der Laden einmal zu hat oder völlicg überfüllt ist, wir fahren einfach weiter in Richtung Windeck / Dattenfeld.

Auf dem Weg dahin befahren wir wirklich toll ausgebaute Straßen mit besten Belägen, man muss sich aber schon selbst gut kontrollieren können um nicht ausversehen in den Führerscheingefährdenten Bereich zu kommen. Auch ist auf dieser Strecke eine Fahrverbot für Motorräder welche aber gut ausgeschildert ist und sich problemlos umfahren lässt. Da diese nur am Wochenende gilt konnte ich dieses mal die Kurven ganz alleine genießen.

In Dattenfeld angekommen machen wir einen Abstecher zu Bikers-Rast, ein Bikertreff der in den vergangenen Jahren wieder an Qualität ordentlich zugelegt hat. Ich habe zwar dieses mal nichts gegessen, aber die ganze Anlage machte einen wirklich guten Eindruck... und der Kaffee war mal absolut ok!

Jetzt geht es von hier aus auf eine der schönsten Streckengebiete des Bergischen Landes. So ziemlich alles an Straßen zwischen Dattenfeld und Much macht einfach nur Spaß. Rießigen Spaß! Bestens ausgebaute Straßen, perfekte Kurven, teilweise überdurchschnittlich breit mit Standspur... da kann man schon mal etwas mehr probieren als auf den engen Sträßchen die das Bergische sonst so auszeichnen. Ich muss hoffentlich nicht an die STVO erinnern die auch hier gilt... LEIDER. Aber für alles andere haben wir ja den Ring, sag ich mal so.
Wer jetzt schon wieder eine Pause braucht, oder weil das "Bikers-Rast" einfach zu voll war, der kann noch das "Café alte Schule" in Niederbonnrath anfahren welches sich auf der Route befindet. Hier trifft man auch wieder jede Menge Biker und bekommt ein kühles Getränk oder einen wärmenden Kaffee.




Die Route geht jetzt noch durch einen bekannten Ort Namens "Much", ein Typisch kleiner Ort im Sommer geplagt vom "uns" Motorradfahrern. Zone 20, macht aber nix, schnell ist man hier durch und man bekommt wieder bestens ausgebaute Straße unter die Reifen. Das macht gute Laune!

Irgendwann kommt man nach Overrath, hier kann es schon mal zum kleinen Verkehrschaos kommen, aber wir haben ja bekanntlich nur 2 Räder und kommen dann doch schon mal schneller durch als manch einer in seiner Blechbüchse. Die Tour geht jetzt irgendwie dann wieder nach Langenfeld zurück, nichts wildes mehr gemessen an dem was wir bislang befahren haben. Ich fahre die Tour seit Jahren immer wieder gerne weil sie sehr abwechslungsreich ist was die Straßenkategorie angeht, ein paar Bikertreffs im Angebot hat und mit den 230 Kilometern problemlos als Tagestour gefahren werden kann. Es geht natürlich auch an einem halben Tag ;-)


Die Technischen Daten:

DOWNLOAD für GARMIN (.gdb)

Länge ab Langenfeld-Reusrath: 230 km

Tourstationen: Langenfeld - Witzhelden - Kürten - Frielingsdorf - Marienheide - Dannenberg - Eckenhagen - Lichtenberg - Waldbröl - Windeck - Dattenfeld - Ruppichteroth - Niederbonnrath - Overrath - Altenberg - Burscheid - Langenfeld

Treffpunkte: Die Tour führt an einigen typischen Motorradtreffpunkten vorbei: Grill an der Aggertalsperre - Zur Klus - Bikers-Rast - Café alte Schule - Altenberger Dom - und natürlich an vielen tollen Landgasthöfen mit wirklich guten Küchen
Kartenmaterial: Garmin CNE NT 2013.10


Samstag, 25. August 2012

GOTTFRIED... tut so gut



gestern, war es mal wieder soweit, eine meiner Lieblingsbands spielte ein Open Air. Mit einer meiner Lieblingsbands meine ich jetzt keine aus der Kategorie SuperGroup wie die Foo Fighters, GreenDay oder AC/DC oder so, nein, ich denke bei meinen Lieblingsbands eigentlich immer an meine Lokalmatadoren.

Hier in meiner Nähe gibt es einiges was sich lohnt anzuschauen, aber die Jungs hier machen einfach einen Riesen Superspaß.

Eigene Texte, es kann auch schon mal was gecovertes in der Setlist auftauchen (sehr selten), machen jeden Abend mit Gottfried zur Wundertüte. Absolut authentisch die Kerle, alle vom alten Schlag der Schulrockstars, alle mit Spaß und der Seele dabei.

Bei den Texten darf man sich gerne mal wundern, bekommt ein schmunzeln ins Gesicht gehämmert und denkt sich... warum auch nicht. Es rockt, und das ist es doch worum es hier geht.

Also, wenn ihr mal in der Nähe seit und Bock auf etwas andere Rockmusik habt, dann schaut bei Gottfried vorbei - Es lohnt sich!

Übrigens... die letzte Zugabe wurde nicht im Original gegeben, ein wirklich großer Fan durfte auf die Bühne und hat "geh doch" performt.. sehr, sehr geil das ganze! Und das ist es eben was Gottfried ausmacht, Spaß, Freundschaft, einfach ehrlich.




Hier geht es dann auch direkt mal zur Homepage von Gottfried:

Und dann gibt es noch eine Kostprobe